Überlebenskunst

 

 

 

 

 

PATENTE  FRAGMENTE

 

 

 

 

Was ist teurer als Klimaschutz?

Kein Klimaschutz.

K. P.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kämpfen wir für eine heile Welt,

die noch eine Weile hält.

 

 

 

 

 

 

Zielgruppe ?

 

Die Robusten,

denn die ganz Empfindsamen

können es nicht mehr mit ansehen!

 

 

 

 

Essay-Hinweis ganz am Ende

 

Überfliegt, pflückt und erzählt weiter!

 


 

 

 

 

Zwischen - Zyklus    11/2022

 

Weil die Zeit drängt

 

(11 Punkte)

 

 

 

 

 1 

Zeitfaktor

Act now! Nicht labern, sondern handeln! Taten statt warten!

Das hört man immer öfter. Drei prominente Stimmen:

Das Klimasystem ist träge, nur eins ist noch träger,

das politische System (Prof. M. Latif).

Der schlimmste Zeitverlust ist der deutsche Pessimismus

(E. U. v. Weizsäcker).

Diejenigen, die verrückt genug sind zu denken, dass sie die Welt

verändern könnten, sind diejenigen, die es tun (S. Jobs).

 

Warum nochmal ist es so dringend?

Der Welthandel hat sich seit 1990 nicht verdoppelt,

sondern verzehnfacht.

 

 

 

 2 

Wird CO² steigen oder fallen?

Sicher wird schon einiges getan – aber immer noch viel zu wenig,

weil die Wohlstands- und Konsumlust von sehr vielen Menschen

(besonders der Schwellenländer) verständlich und berechtigt ist.

Prognosen der Skeptiker besagen, dass zwar viel CO² schon

eingespart wird, aber global wird es weiter krass steigen.

Der Grund: Erneuerbarer Energien, Repair- und

Recycling-Systeme werden viel zu langsam gebaut

und fossile Energieträger werden immer noch zu sehr gefördert,

sogar subventioniert.

Wachen wir zu spät auf?

Ja! Möglicherweise werden wir uns

zu langsam der Voraussetzungen bewusst,

die zur langfristigen Existenz auf diesem Planeten nötig sind.

Bei Prof. Vogt fand ich folgenden treffenden Vergleich:

Der Mensch ist wie eine Ameise,

die auf einem Elefanten krabbelt.

Sie erkennt den Riesen erst,

nachdem sie heruntergefallen ist.

 

Drei Belege:

A Die Weltbevölkerung seit 1945 hat sich nicht verdoppelt,

sondern mehr als verdreifacht! Homo Sapiens wird

zur schlimmsten Planetenzecke. Die exponentielle Zunahme

des globalen Handels wurde schon erwähnt.

B Nachhaltiger ökologische Fußabdruck soll 1,5 ha nicht

überschreiten. Europa hat 5, USA hat 10.

C (Da war ich erschrocken): Die nachhaltigen 17 Entwicklungsziele

der Agenda von 2015 (für 2030) sind leider gar nicht nachhaltig,

sondern ökologisch verheerend (E. U. v. Weizsäcker).

 

Repeat: Die fetteste menschengemachte CO²-Senke

könnten Aufforstung und globales intelligentes

Bauen mit Holz werden (H. J. Schellnhuber).

 

 

 3 

Warum ist Politik besonders wichtig?

Weil nur von dort die großen Weichenstellungen kommen können.

E. U. v. Weizsäcker wird nicht müde, den Politikern einzuschärfen,

dass sie die Rahmenbedingungen für das Wirtschaftssystem

stellen, kontrollieren und durchsetzen müssen.

Ein großes Problem ist das Wahlsystem in Demokratien:

Verzicht liegt uns nicht: Wenn Politiker die Notwendigkeit

von Suffizienz einfordern, werden sie einfach nicht gewählt.

Umwelterhalt ist ein langfristiges Gut, welches über zehn

Legislaturperioden in die Zukunft reicht. Es ist daher

parteiübergreifend eine Umweltkommission zu schaffen,

deren notwendige Forderungen nicht Gegenstand von

Wahlkämpfen sein sollten.

Das langfristig Nötige (aber Bittere) ist gegenüber dem

kurzfristig Erfreulichen (aber Kurzsichtigen) durchzusetzen.

 

 

 4 

Primat auch der globalen Politik?

Es brauchte dringend globale Regeln für das neoliberale

Wirtschafts- und Finanz-System. Diese Regeln gibt es primär

nur national, aber noch viel zu wenig übernational.

Zu Zeiten von Adam Smith war das noch nicht nötig,

denn es gab noch keine nennenswerte Globalisierung.

Diese haben wir aber nun seit 30 Jahren,

wodurch das Wirtschaften seine Balance verloren hat.

Der globale Markt wird

heiliggesprochen (E. U. v. Weizsäcker)

und die Gier (euphemistisch Kapitalinteresse genannt)

schießt durch die Decke.

Ökonomie will die Welt nicht zu einem besseren Ort machen,

sondern zu einem lukrativeren! Neoliberales Wirtschaften ist

das schöngeredete Wort für Gier und Habsucht,

weil Gemeinwohl und Natur keine Rolle spielen.

Eine freie Wirtschaftszone ist eigentlich nicht mehr als eine

legalisierte Ausbeutungszone.

Für die Spielregeln globalen Wirtschaftens

wäre die UNO zuständig:

Ihre Gründung erfolgte nach der braunen Brut,

die Angriffskriege in sämtlichen Himmelsrichtungen unternahm.

Das Ergebnis der UNO-Institution war ein Völkerrecht,

dessen erstes Ziel Kriegsvermeidung ist.

Die neue Herausforderung für die UNO ist nun

globales Wirtschaftsrecht mit dem Ziel, wahrscheinlich

noch viel mehr Tote zu vermeiden als im Zweiten Weltkrieg.

Wieso? Neoliberaler Kapitalismus tötet

(aus der entzückenden Enzyklika „Laudato si“).

Globale Güter wie z. B. Atmosphäre, Wälder, Humus und Wasser

müssen global geschützt werden.

Der Preis dieser Güter muss die ökologische Wahrheit sagen.

Nur nachhaltige Güter bekommen Zollvergünstigungen,

"Konsum-Schrott" wird so verzollt und besteuert,

dass er unrentabel wird.

Ein Problem ist die Durchsetzung des Notwendigen:

Empfehlungen, Selbstverpflichtungs-Gelaber

sind einen Scheiß wert!

Das zeigte die Rahmenkonvention von Rio 1992:

Die CO²-Emissionen stiegen anschließend um 60 %!

Eine UNO ohne Sanktionsmacht wird belacht.

Ihre Sanktionsgewalt-Anwendung ist natürlich stufig:

A: Überzeugungsarbeit mit Vergünstigungen.

(Wenn Saudi-Arabien kein Öl mehr fördern soll,

muss es entschädigt werden).

B: Weiche Sanktionen – die Palette ist groß,

aber noch nicht treffsicher genug.

C: Militärische Intervention als ultima Ratio.

Die Uno hat keine Armee – nur Blau und Grünhelme.

Militärische Sanktionsgewalt wird delegiert an nationale Armeen.

Drohung sollte genügen, wenn A und B stark sind.

Dennoch sind Drohungen nur wirksam,

wenn die UNO auch wirklich Zähne zeigen könnte.

 

 

 5 

Wirtschaftssystem

Genügen Rahmenbedingungen für den neoliberalen Kapitalismus

oder schieben diese den Kollaps nur eine Generation nach hinten?

Diese Frage ist brisant, fundamental, komplex und wird

entsprechend kontrovers diskutiert.

Es wird aber Zeit herauszufinden,

ob Nachhaltigkeit und Kapitalismus sich systematisch

und grundsätzlich gegenseitig ausschließen.

Da Verzicht evolutiv wenig vorkommt und einfach nicht sexy ist

und keine gute Lobby hat, ist die Wahrscheinlichkeit groß,

dass ein radikal anderes Wirtschafts- und Finanzsystem nötig ist,

in dem Gier nicht auch noch hervorgekitzelt wird.

 

 

 6 

Glücksforschung

(Unter dem Menüpunkt Lebenskunst bereits erwähnt.

Hier wiederhole ich mich jedoch gern):

Ich beginne mit einem Zitat von Nico Paech:

Das Wachstum hat uns nicht glücklich gemacht,

wir sind krank und haben keine Zeit, unser Leben zu genießen

und zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen.

Uns hilft nur noch die Suffizienz,

also die Befreiung vom Überfluss.

Ab einem bestimmten Grad von Wohlstandsättigung entsteht

kein besonderer Glückszuwachs mehr:

Der Gehaltssprung eines Monats-Nettos von 1500 nach 3000 €

bringt wesentlich mehr Glück als der doppelt so große Sprung

von 2000 nach 5000 €. Karriere und Überstunden

reduzieren das Glück, weil diesem Streben zu viele andere

Glücks-Quellen geopfert werden.

An Luxus gewöhnt man sich so schnell, dass es kein Wunder ist,

dass Reiche in ihren Villen griesgrämig bleiben.

Glücksforschung belegt immer deutlicher, dass Hyper-Konsum

ein Sinn-Placebo ist, eine Art Riesenschnuller

oder kaufkraftgestützte Todesverdrängung.

Die penetrante Werbung ist ihr kategorischer Suggestiv.

Wir Deutsche sind viermal so reich wie vor 100 Jahren,

aber wir sind nicht wesentlich glücklicher. Wir haben alles

zum Glück bis auf das Gefühl, wirklich glücklich zu sein.

Die innere Befindlichkeit und Zufriedenheit erweisen

sich tatsächlich als wertvoller als die äußeren Umstände:

Man kann scherzhaft sagen:

Das exzessive Wohlstands-Streben ist der

Übergang von der Armut zur Unzufriedenheit.

Es ist daher dumm, wenn Profitmaximierung

als ausschließliches Ober-Kriterium dominant bleibt.

Einfachheit, dieser Luxus der Weisen,

verschafft uns eine bessere Freiheit und –

was noch wichtiger ist –sie ist enkeltauglich.

(vgl. H. Jonas: Prinzip Verantwortung).

 

 

 

 7 

Ziviler Ungehorsam

Dieser wird zunehmen, wenn die Politiker zu wenig machen.

Die betroffene FFF-Generation ist die letzte,

die das Steuer noch herumreißen kann.

Sie ist laut, weil man ihr die Zukunft klaut.

Sie wird sich auf Notwehr berufen.

Dies wird besonders dann verständlich,

wenn Politiker sich von Wirtschafts-Lobbyisten

korrumpieren lassen

und eine Lobbykratie und Plutokratie

(= Herrschaft der Reichen) entstehen.

Wie sieht der Ungehorsam aus?

Da ich Gandhis Gewaltlosigkeit sehr hoch schätze,

sollen sich die Jungen zwar wehren, aber nicht mit Gewehren!

Empört euch mit heiligem Zorn, aber zunächst ohne Dorn.

Der konstruktive Zorn ist ein Charisma des gebildeten Herzens.

Und wenn das nicht hilft, muss es dann blutig werden? Nein!

Zuerst kommt die Stufe des Boykotts:

Z. B. streiken die Mitarbeiter von Fossilkonzernen

und fordern den Umbau zu PV-Feldern oder

Windkraftanlagen. Wenn das nicht hilft,

wird es dann blutig? Nein!

Jetzt kommt erst die Phase der intelligenten Sabotage,

bei der aber kein Mensch zu Schaden kommen darf:

Nicht das bereits Geförderte sabotieren,

sondern nur die weitere Förderung!

 

 

 

 8 

Umweltkosten

Bekannter Spruch: Was ist teurer als Klimaschutz?

Kein Klimaschutz!

Dieser kostet nämlich das Zwanzigfache.

Es darf also auch sehr viel kosten – sehr viele Milliarden.

Dennoch liegt der Betrag, bezogen auf die globale

Wirtschaftsleistung, immer noch im niedrigen Prozentbereich.

Ein Bekannter hatte den Vorschlag,

dass alle Staaten für eine Generation ihren Militäretat

in den UNO-Umwelt-Fond verschieben.

Danach könnten sie wieder aufrüsten und sich totschießen

bei angenehmeren Umweltbedingungen.wink

 

 

 

 9 

Superreiche

Laut Oxfam-Bericht besitzen die 62 reichsten Personen

der Welt so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung

(3700 Millionen Menschen).

Der Club of Rome prangerte die große Ungerechtigkeit dieser

extremen Arm-reich-Schere an. Ihre Brisanz werde unterschätzt.

Da die Superreichern gerne untereinander konkurrieren,

werden eines Tages vermutlich in einer humaneren Welt

die Einkommen gedeckt werden.

Dabei landen dann Überschüsse im UNO-Fond,

durch den Menschen unterstützt werden,

die von Umweltkatastrophen heimgesucht werden.

Solange das nicht realisiert ist, möge Vermögensteuer greifen.

Da Eigentum verpflichtet und die Superreichen einen riesigen

ökologischen Fußabdruck haben, mögen sie (besonders auf den

liebevollen Wunsch ihrer eigenen Enkel) etwas freiwillig in den

UNO-Umwelt-Fond abführen.

Dies – das ist wichtig – möge gesellschaftlich

hoch anerkannt werden.

Das schädliche Bewertungssystem Geld ist endlich durch einen

humaneren Anreiz zu ersetzen: Die öffentliche Anerkennung!

Das geschieht leicht durch Transparenz:

Die ganze Welt soll zwei Ranglisten leicht einsehen können:

Die Rangliste des gespendeten absoluten Betrages

und die Rangliste der Prozentsätze des Vermögens der Reichen.

Die Superreichen merken davon praktisch nichts, da sie eh´

nicht genug Bedürfnisse für ihre Mittel haben (G. B. Shaw).

Ich hoffe alle haben sehr viele Enkel.

 

 

 

 10 

Ressourcen-Schonung

Da sich der globale Handel seit 1990 verzehnfacht hat,

wird die möglichst lange Nutzungsdauer von Konsumgütern

immer wichtiger (Repair, eBay, Flohmärkte, Tauschringe).

Sodann Recycling und Kreislauf-Wirtschaft:

Die Wiederverwertung von Weggeworfenem:

Wertstoffhöfe werden zu riesigen Recycling-Komplexen.

Dort arbeiten nicht mehr bloß 10 Mitarbeiter, sondern 5000.

Da KI und Robotik Arbeitsplätze wegrationalisieren, ist es gut,

wenn hierfür Millionen (global) Arbeitsplätze neu

geschaffen werden. Ein automatische Fertigungsanlage

ist tatsächlich gigantisch rentabel, weil Roboter keine Pause,

keinen Schlaf, kein Essen, kein Trinken,

kein freies Wochenende, keinen Urlaub,

keinen Arbeitslohn und keine Rente brauchen.

 

 

 

 11 

Amüsantes, Interessantes, Erschütterndes

◙ Ab 2050 schwimmen in den Weltmeeren mehr Plastikteile als Fische.

◙ Less meat, less heat.

◙ Wieviele neue Autos werden global an einem Tag zugelassen? 245.000! Die Zahl täglich verschrotteter Autos suche ich noch.

◙ Die Weihnachtsbeleuchtung in den USA verbraucht soviel Strom wie ganz Tansania in einem Jahr.

◙ Die Geschwindigkeit von Autos in den großen Citys der Welt beträgt 15 km/h. Die Pferde-Fuhrwerke im Mittelalter schafften 17 km/h.

◙ Bei der Zählung der Weltbevölkerung zählt man regelmäßig 500.000 zu wenig. Warum? Die befinden sich gerade alle in der Luft.

◙ Biblische Genesis: Die Paradieserzählung ökonomisch: Eva begnügt sich nicht mit einem Apfel. Sie erntet den Baum ganz ab, fällt ihn anschließend, sägt ihn in Stücke, geht an die Börse und verkauft Äpfel und Holz an Adam.

◙ Auf ganz großen SUV, in denen ein einzelner Macho-Mann sitzt, darf die Notiz angebracht werden: Anstelle deines Braunkohlebaggers empfehlen wir Penis-Verlängerung.

◙ Das Konkurrenz-Spiel der Superreichen: Im Hafen von Monte Carlo wirst du bedacht, wenn deine Yacht über 100 m hat. Jemand hatte eine prächtige Yacht, die aber nur 50 m Länge hatte und er/sie wurde ausgelacht.

◙ Gemein aber wahr: No time for revolution. Viele haben einfach keine Zeit, sich um die Transformation zu kümmern. Sie müssen ja mit Überstunden Geld verdienen, um sich Konsum-Schrott zu kaufen.

◙ Wenn Katastrophen als Katalysator einer Transformation gelten, dann haben wir ziemlich gute Karten.

Ich verzehre so gut wie kein Fleisch mehr, außer – natürlich – beim Essen (R. Gernhardt).

 

 

 

 

 

 

 

 

Zyklus   8/22

 

 

◙ Der erste DOPU-Winter: Das heißt doppelter Pullover.

Pro ein Grad weniger Raumtemperatur spart

man 6 % Energie.

Wer statt 21 Grad nur bis auf 19 Grad heizt,

spart also 12 % Energie.

 

◙ Wirtschafts-System: Die heißeste Frage.

Wollen wir weiter den wahnwitzigen Wohlstandswahn?

Ganz weg damit, sagen nicht wenige Aktivisten.

Vermutlich ist das unklug, weil wir den Markt brauchen,

um (hoffentlich) geniale Umwelttechnik global zu verbreiten.

Tut der Markt das oder verkauft er lieber den lukrativen fossil

und unökologisch hergestellten Konsum-Schrott?

Freiwillig tut der Markt ersteres natürlich nicht,

da sein allererstes Kriterium der Eigennutzen ist.

Eigennutzen ist das euphemistische Wort für Habgier.

Wie kann man den Markt „entgieren“?

Durch politische Rahmenbedingungen. Politik hat den Primat.

Wenn Lobbyismus dies unterminiert, haben wir verloren.

 

◙ Technik: Loben oder kritisieren? Beides. Sie ist ambivalent.

Sie kann Probleme lösen, aber auch machen.

Ökologische Aspekte möge sie viel stärker berücksichtigen.

Noch wichtiger: Echte originelle, kreative Lösungen.

KI ist nur Adjuvans.

 

◙ Ein Gedicht des Rock-Poeten H. R. Kunze:

Wie wollen wir leben,

wie wollen wir sein,

sympathisch empathisch

oder gierig gemein,

und was soll bestimmen,

was mit uns geschieht,

der Wunsch, dass es gut ist,

oder Zwang zum Profit?

 

Die Wagemutigen von heute bereiten die Handlungen

von morgen vor (Dom Helder Camara).

 

◙ Good book: W. Kessler: Die Kunst, den Kapitalismus

zu verändern.

Sein nüchtern-realistisches Paket: CO2-Steuer,

Finanztransaktionssteuer, Deutschlandfonds,

sozialer Wohnungsbau, Ökobonus, Kontowechsel zur

ethischen Bank, Elektro-Car-Sharing, gerechter Welthandel,

Repair und Recycle, sozialgerechtes Grundeinkommen.

 

◙ Deutsche Mentalität:

Deutschland – das Land der Dichter und Denker?

Na klar, aber noch mehr das Land der Zögerer und Zauderer.

Wir „zerlabern“ alles und handeln zu unentschlossen.

Die schlimmste Art eines Fehlstartes ist, wenn der Start fehlt.

Der Transformationsprozess kann nur chaotisch sein – ja und?

Alles andere ist schlimmer!

 

Der beste Weg, an die Zukunft zu glauben,

besteht darin, sie selbst zu gestalten (A. Lincoln).

 

◙ Die Unfähigkeit zum Verzicht führt zum Total-Verzicht.

Das ist der Tod.

 

Was sollen wir bloß tun? In uns hineinlauschen und hören,

wie die Erde weint (Thich Nhat Hanh).    

Konsum-Sucht und Zeitstress  lassen leider keine Zeit dazu.

 

◙ In den ersten Beiträgen steht, dass der globale Konsum

seit 1990 um das Zehnfache zugenommen habe

und dass dies auf zwei Kisten beruht: PC und Container.

Etwas Drittes fehlt: Amazon: Eins, zwei, drei, vier

und der Paketmann steht vor der Tür.

 

◙ Jemand zählte in deutschen Haushalten durchschnittlich

ca. 10.000 Dinge. Und die Entwicklungsländer?

Schon ein Klo macht froh, aber die meisten wollen

auch Kühlschrank und die anderen 9.998 Sachen.

 

◙ Wir haben einen Wasser-Planeten, der austrocknet.

Erbärmlich. Wir haben wirklich ein Energie-Problem.

Ihr Kernfusions-Stümper - nein - sorry:

Ihr seid die wichtigsten. Der Heilige Geist möge

euch erleuchten.  Wir brauchen einen zweiten Einstein.

 

Good book: Wiegandt, Klaus (HRSG): 3 Grad mehr

Sammlung mit 13 Aufsätzen.

Ich habe es neulich gekauft, bin noch nicht fertig mit lesen.

Ohne eine aufgeklärte Zivilgesellschaft wird

der Transformationsprozess nicht gelingen.

H. J. Schellnhuber: Die ganze Welt möge mit Holz bauen,

weil es CO2 zieht. CO2- Futter ist ja reichlich da-eben zu viel:

Holzgebäude wären gigantische CO2-Senke,

während Zement viel CO2 freisetzt. Riesenbambus wächst

einen Meter am Tag - man kann zuschauen.

Brandschutz-Problem sei lösbar.

Holz ist nicht gleich Holz: Durch intelligentes Leimen

lässt sich jede Steifigkeit erreichen.

Metall leitet Wärme, Holz nicht. Also:

Zig-Tausende von Forst-Plantagen.

Reste der Primär-Wälder schützen-energisch.

 

S. Schwarzer: Bäume schwitzen sehr:

Ein paar Hundert Liter pro Tag!

Ein Baum kühlt so viel wie zwei Klimaanlagen.

Die Wirtlichkeit von Städten wird erheblich

von baumreichen Parks und Alleen abhängen.

 

◙ Hier wiederhole ich mich gern: Zitat von Sloterdijk:

Die einzige Katastrophe, die jeder einsieht, ist die,

die keiner überlebt. Verzicht liegt uns nicht

und daher braucht der Mensch die harte Keule.

Das klingt etwas zynisch. Noch zynischer ist die

Aussage eines mit mir befreundeten,

verzweifelten Idealisten: Die Erde freue sich, wenn sie

ein, zwei Milliarden ihrer schlimmsten Parasiten los wird.

Sterben müssen wir doch sowieso,

bei einer Katastrophe tun wir das nur gleichzeitig.

Ich antwortete: Das ist nicht richtig: Der Denkfehler ist,

dass der jahrelange Vorlauf auf dieses unerfreuliche

Ereignis wenig erbaulich ist. Er ist sogar so grauenhaft,

dass wir doch verzichten sollten, um doch noch

glimpflich die Kurve zu kriegen.

Ich will aber nicht allein verzichten - alle sollen das.

Das ist das einzig Schöne an der chinesischen Scheiß-Diktatur,

dass Xi Jinping sagt: No coal, but PV. Und innerhalb einer

Sekunde handeln 1,4 Milliarden Menschen richtig.

 

◙ Wie schlimm ist eigentlich eine Öko-Diktatur?

Die Frage hat es durchaus in sich!

Ein Zwang kann akzeptabel werden,

wenn er das Überleben sichert.

In diesem Fall würde ich einer (moderat-vernünftigen)

Ökodiktatur zustimmen, obwohl ich Unfreiheit hasse. 

 

◙ Und Jesus sprach:  Ihr sollt das Leben in Fülle haben,

nicht den Tod. Den aber habt ihr, wenn ihr weiter

CO2 in die Atmosphäre bringt.

Macht alle Pfarrbüros der Welt zu Umweltbüros,

denn bevor ihr das Leben habt, müsst ihr überleben!

(Leider ist die Kirche eine Schnarchnase-

von Ausnahmen abgesehen.)

 

 

 

 

 

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Alte (aber gute) Zyklen  2015-2021

 

◙ Folgender Beitrag hat mich elektrisiert: Er stammt aus der von mir

sehr geschätzten Zeitschrift Philosophie-Magazin 2/21.

Dieses trägt einen Gedanken der Philosophin Susan Neiman (Potsdam) vor:

Ohne böse Absicht richten wir die Welt zugrunde: Zitat aus Philo-Mag.:

Auschwitz hat uns gelehrt, dass unfassbar Böses selbst dann in die Welt

kommen kann,wenn sehr viele Menschen ohne böse Absichten handeln.

Ein paar 1000 überzeugte Massenmörder hätten niemals ein solch

unvorstellbares Unheil anrichten können,

wenn sie nicht von Millionen unterstützt worden wären,

die einfach ihre Arbeit gemacht haben, weil sie ihre Ruhe haben wollten.

Wenn wir auf die Klimakrise schauen, sehen wir leider etwas Ähnliches:

Wir befinden uns in der Situation, dass die Natur sich durch unser aller Zutun,

allerdings ohne böse Absicht, radikal zum Schlechteren verändert.

Daher müssen wir das, was Hannah Arendt das „banale Böse“ genannt hat,

klar erkennen. Die Gedankenlosigkeit ist es, mit der wir die Welt zugrunde richten.

 

◙ Deutschland entwickelt geniale Umwelt-Technik, die dann globalisiert wird.

Das ist noch wichtiger als Emissions-Ziele zu erreichen,

da wir nur 82 Millionen Bürger zählen (China hat das 16-fache).

 

◙ Dass Deutschland das Emissionsziel erreicht , bleibt aber auch ein Top-Ziel

wegen der oft unterschätzten Vorbild-Funktion.

 

◙ Lieber früh anfangen als Scherben aufkehren. Wenn wir das nicht tun,

dann ist es das größte Marktversagen aller Zeiten (N. Stern).

 

◙ CO²-Konzentration ist der Schlüssel: Der „energethische Imperativ“.

 

◙ Wie war und ist also die CO² -Konzentration (Keeling-Kurve)

1800: ca. 200 ppm. (vor industrieller Revolution)

1900: ca. 300 ppm

2000: ca. 400 ppm.

 

◙ Statt fossil solar!

Keep the oil in the soil!

Keep the coal in the hole!

Wieso bloß ist der Öl-Preis so gering?

Mit der Erwärmung müsste er jährlich steigen –

sodass sich jeder darauf einstellen kann.

CO2-Bepreisung ist eine feine, wirksame Stellschraube.

 

◙ Wieso wissen viel zu wenige, dass Wind- und Solar-Energie

überraschend billig geworden sind?

 

◙ Zerfällt die Welt oder knarrt es nur im Gebälk?

Ist es erst 11:45 Uhr oder 11.55 oder schon 12.05.

Wie ernst ist es eigentlich? Ganz genau weiß es keiner.

Die Forschungsanstrengungen halte ich für zu gering angesichts der Brisanz.

 

◙ Die 20 Klimagipfel brachten sehr wenig, weil die nationalen Egoismen

zu stark waren. Jemand witzelte:

Wenn aus den Auspuffen der 16 Milliarden Autos der Welt so wenig herauskäme,

wie aus den Klimagipfeln, wäre die Welt in Ordnung.

 

◙ Fridays for future: Generations-Debatte: Leben wir Alte auf Kosten

zukünftiger Generationen? Indirekt wohl ja, oder?

Die bisher größte Generations-Debatte war die 68er, diese jetzt ist größer.

 

◙ Durch Globalisierung und unreguliertern Turbo-Kapitalismus seit nur einer

Generation (1990) hat sich der globale Konsum nicht nur verdoppelt, sondern

verzehnfach (sic!). Zwei Arten von Kisten machten es möglich: PC und Container.

 

◙ Die Enkel der 1000 reichsten Milliardärinnen und Milliardäre schenken

ihrer Oma oder Opa das Kinderbuch die Raupe Nimmersatt…,

aber mit einer durchaus netten Widmung:

Liebe Oma oder lieber Opa, bitte zweige vor deinem Dahinscheiden

1 oder 2% deines Reichtums für unsere Umwelt ab, in der wir leben

und positiv an dich denken wollen. ☺Z. B. ein PV-Feld (10 x10 km).

Alternativ: Eine oder mehrere NGO verfassen einen offiziellen und offenen Brief

an die 1000 reichsten Personen der Welt.

Dieser Ansatz ist nicht zu abwegig: In Argentinien spendeten viele Reiche

(über 3 Mio € Jahreseinkommen), („stink“-reich ist erst ab 1 Milliarde)

7 % ihres Einkommens für die Bewältigung der Corona-Krise.

 

◙ Ahrtal-Katastrophe:

Warum zog die Mist-Regenwolke nicht weiter?

Da sich die Pol-Regionen erwärmen, sinkt der Temperatur-Gradient

zu mittleren Klima-Zonen, wodurch sich Luftströmungen verlangsamen.

Nimmt die Lufttemperatur nur um ein Grad zu,

kann sie 6 % mehr Wasserdampf aufnehmen.

Wenn mehrere übervolle Zuflüsse gleichzeitig in den Hauptstrom abfließen,…

Theoretische Lösung: Stauen und Auen. Schönes Wortspiel.

Intelligente Hochwasser-Regulierungs-Systeme.

Wozu haben wir denn die bescheuerte KI?

 

Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist (V. Hugo).

 

◙ Saturn V und Apollo 11 waren komplizierte Machinchen.

Warum ist Homo sapiens zu blöd, eine automatische Baum-Pflanz-Machine

oder CO2-Sammel-Machine zu bauen?

(Diese zwei Machinen können in eins fallen!)

 

◙ Stimmt das? NRW hat mehr Autos als ganz Afrika?

 

◙ Hyperkonsum: Die Umweltkrise ist die Folge der Verletzung einer der vier antiken

Kardinaltugenden: der des Maßes (nach Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit).

Eigentlich sind sämtliche verletzt: Wir sind auch noch blöd, ungerecht und feige.

 

◙ Who wants change?         Alle Hände fliegen hoch.

Who wants to change?         Alle Hände und Gesichter bleiben unten.

 

◙ Homo sapiens, mildes Urteil

Wir sehen ein, dass unser evolutiver Anfangserfolg (maximale Ausnutzung

des Lebensraumes) nur bis ca 3 Milliaden Menschen funktioniert

bei bestehenden Energie- und Konsumansprüchen. Danach kippt es:

Aus angeborenem Sinn wird Unsinn.

Aus der Krone der Schöpfung droht eine Dornenkrone zu werden.

Es gelingt uns, unseren despotischen Anthropozentrismus (Papst) zu bezähmen

und wir fügen uns wieder in die Natur ein.

Der planetarische Schraubstock (Teilhard de Chardin) zwingt uns dazu.

Wir sind existenziell auf die Erde angewiesen, aber sie nicht auf uns!

Nach einigen Warnschüssen verstehen wir die Lektion.

 

Homo demens, hartes Urteil

Wir sind der mit Abstand bekloppteste und gierigste Großsäuger,

der auf der Erde herumläuft. Die Menschheit ist ihr eigenes Krebsgeschwür.

Wir benehmen uns wie das schlimmste Ungeziefer (Hundertwasser).

Wieso ist es möglich, dass man eine Spezies erst überreden muss,

in ihr eigenes Überleben einzuwilligen? Was stimmt bei uns nicht?

Geistbegabtheit bedeutet keine Überlebensgarantie: 

Die Evolution ist völlig teilnahmslos, wenn ein so unangepasst agierendes

Lebewesen wie wir sich selbst eliminiert.

Wir kriegen so lange eins auf die Birne,

bis die Erleuchtung kommt (Schimanski). Oder ist es noch schlimmer?

Wir bekommen das, was wir verdienen – und wenn die Punktsiege der Natur

(= Extremwetter-Ereignisse) nicht reichen, dann muss der K.O. her:

Dann dürfen wir die Fackel der Evolution an die Kakerlake abgeben.

 

◙ Grünhelme?-Ja, grün! 2070: Weltgerichtshof. Ökozid-Sanktionen.

 

Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge,

würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen (M. Luther).

 

Wer ewig strebend sich bemüht, den können wir erlösen (J. W. v. Goethe).

 

◙ Hat der ganze Mist auch eine spirituelle Komponente?

Nicht wenige Beiträge deuten darauf hin, dass Spiritualität und Religionen

eine große Bedeutung haben:

Der Glaube an ein ewiges Leben z. B. ermutigt zur Bescheidenheit.

Wer an gar nichts glaubt, hat nur dieses Diesseits,

welches er wie eine Zitrone auszupressen versucht.

Wir brauchen eine kritische Masse von Menschen, die bereit sind,

gegen ihre vordergründigen, materiellen Interessen zu handeln.

Demnach wäre die Umweltfrage nicht nur eine ökologisch-ökonomische,

sondern auch eine Lebenskonzept-Frage.

Die These also ist, dass der unersättliche Steigerungswahn

auf einer zutiefst resignativen, transzendenzlosen Weltanschauung beruht.

Vielleicht sollten wir vertikaler hoffen und den Glauben an ein

metaphysisches Obdach neu zu erringen versuchen.

Dem „Vielleicht-ist-es-wahr“ kann sich niemand entziehen.

 

Die Angst vor einer Zukunft, die wir fürchten, können wir nur überwinden

durch Bilder einer Zukunft, die wir wollen (W.-E. Barkhoff).

 

Sobald ein Wahnsinn ein gewisses Ausmaß überschritten hat,

fällt er keinem mehr auf (B. Brecht).

 

◙ Nie sollten wir über radikale Suffiziens-Rebellen lachen: Sie erproben nur,

was wir vielleicht alle im 22. Jahrhundert machen müssen.

 

◙ Verfluchte Zögerlichkeit, aber sie hat auch Gründe, natürlich keine hinreichenden:

a Trägheit und Gewohnheit (Verzicht liegt uns nicht.)

b Unwissen (bei uns jetzt relativ selten geworden.)

c Wohlstandslust bis Gier (Ökonomismus und Konsumismus geben sich die Hand.)

d Entfremdung von der Natur

 

◙ Schellnhuber: Selbstverbrennung: 7 to do-Felder nennt er:

1 stopp CO2     2 Häuser zu Kraftwerken    3 neue Mobilität     4 Recyc +Rep

5   smart cities     6 CO2 zurückholen      7 Wasser-Aufbereitung

 

◙ Die existenzielle Einbahnstraße heißt homo consumens, also arbeiten

bis zur Verblödung, um sich Konsum-Schrott zu kaufen.

 

◙ Konsumgüter-Erwerb und Energie-Verbrauch korrelieren sehr eng.

 

◙ Wenn ich in einem Anfall von Genügsamkeit sage: Ich kaufe nichts mehr,

dann wird mir geantwortet: Klaus, du kennst nur die richtigen Geschäfte nicht!

 

◙ Papst Franziskus wirft in seiner entzückenden Enzyklika dem Menschen

despotischen Anthropozentrismus vor. Wütende Aktivisten sehen es noch düsterer:

Der Mensch vergiftet und vernichtet seine Flora und Fauna in nekrophiler Raserei

und bereitet die Massengräber für die eigene Art vor.

 

◙ Die neuen Einstellungen heißen heute:

gut leben statt viel haben (BUND-Motto)

Zeitwohlstand statt Güterwohlstand

Lebensqualität statt bloßer Lebensstandard

kultureller, ästhetischer, geistiger Reichtum statt Luxus-Streben

Persönlichkeitsentwicklung statt Dinge anhäufen

 

◙ Der Mensch, das Müll produzierende Wesen.

 

◙ Solange wir keine gute Recycling-Wirtschaft und sauberer Energie haben,

ist die unverzichtbare Brücke Suffizienz.

 

Lebe einfach, so dass andere einfach leben können (M. Gandhi).

 

◙ Transaktionssteuer endlich, endlich wirklich einführen

(die Milliardäre kratzt es wirklich nicht) und dem UN-Umweltfond

(gibt es den schon?) zuführen.

 

Märkte sind perfekt, Effizienz zu erzeugen, aber sie sind miserabel,

öffentliche Güter zu schützen. Dazu braucht es politische

Rahmenbedingungen (E. U. v. Weizsäcker).

 

◙ Der Mensch wird nur aus Schaden klug - das ist die älteste Lern-Theorie.

Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch. (Hölderlin). Hoffentlich hat er Recht!

 

smile Sarkastisch formuliert: Die einzige Katastrophe, die allen einleuchtet, ist die,

die keiner überlebt (Sloterdijk). 

 

◙: Sei selbst die Veränderung, die du in der Welt sehen willst (M. Gandhi).

 

Damit ich auch was tu´, seh´ ich euch im Lehnstuhl zu.     Nein!

Aber was sollen wir konkret tun?

 

◙ Was war im Jahr 2000 ein besonders großer politischer Mist in Hinblick auf die

Klimakrise? Die krasse Kürzung der Vergütung des privat eingespeisten Solar-Stromes.

 

◙ Homo demens: no limits. Homo sapiens: know limits.

 

◙ Die größten Heldinnen und Helden sind die whistleblower, die Umwelt-

Misshandlungen großen Ausmaßes (also von großen Konzernen) aufdecken.

 

◙ Dass die einkommensstärksten Konzerne durch Steuerflucht zu wenig

Steuern zahlen, ist ein zum Himmel stinkendes Unrecht:

Trocknen wir doch endlich energischer die Steuer-Oasen aus!

 

◙ Wenn die Finanz-„Elite“ und die von ihr korrumpierte politische Führung nichts

für die Umwelt tut, ist dann ziviler Ungehorsam ethisch vertretbar?

Heiliger Zorn aus Notwehr? Ich formuliere das im Modus der Frage.

 

◙ Klimawandel trifft am härtesten die Menschen,

die ihn am wenigsten verursacht haben.

 

◙ Viele Alte mit schlechtem Gewissen geben zu:

Ich will nicht an Stelle meiner Enkel leben.

Gewissen? So soll es nicht sein:

Sein Gewissen war rein – er benutzte es nie (S. Lem).

 

◙ Top und Bottom: Wenn die politische und wirtschaftliche Elite zu wenig macht,

dann muss die Basis auf die Barrikaden steigen. Gibt es auch eine mittlere Ebene?

Oh ja, oh ja! Kommunale Ebene: Z. B.: Ein Bürgermeister aus xy initiiert eine

regionale Energie-Mix-Genossenschaft mit guter demokratischer Bürgerbeteiligung.

 

◙ Es ist ein Trauerspiel, dass privateste Bastel-Initiativen durch Bürokratismus

zermürbt werden: Z. B. kleine Photovoltaik-Anlagen auf Süd-Balkonen.

Welch hübsche Vision, an einem saukalten, aber sonnigen Wintertag

eine fette Energiemenge einzusammeln! 

 

◙ To-do-Listen für Einzelne in Überarbeitung.

 

 

Als das Schellnhuber-Selbsterbrennungs-Buch herauskam, schrieb ich anschließend einen Essay,

um das Zeug (und auch andere Umwelt-Bücher)  k.p. = komprimiert-prägnant zusammenzufassen.

Denn wer liest schon einen 777  Seiten-Schinken?

Mein Essay gilt als kurzweilig -  es wird auch gelacht, sonst ist der Mist nicht auszuhalten.

Bei Interesse Essay anfordern  →  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!